Metalle
geschmiedete Metalle bei Mainsilberwerk
Angefangen hat alles mit der Idee, einen Armreif aus puren Gold zu schmieden. Zur Übung dafür habe ich zunächst mit Silber begonnen, erste autodidaktische Erfahrungen zu sammeln. Nachdem es sich zu einem veritablen Hobby entwickelt hatte, und Anfragen zu weiteren Metallen bei mir eingingen, dehnte ich meine Schmiedeaktivität auf Kupfer, Bronze und Messing aus. Die Neugierde brachte mich auch kurz zu Platin. Meine neueste Entdeckung ist Palladium, ein sehr interessantes Schmuckmaterial. Aber nun im Einzelnen ein paar Worte zu den einzelnen Metallen, die ich verwende.
Feinsilber:
Feinsilber (Ag) besticht durch seinen strahlend hellen, beinahe weißlichen Farbton. Für meinen Schmuck verwende ich ausschließlich pures 999er Silber, d.h. kein 925 Sterling-Silber (7,5 % Kupfer-Anteil). Daher läuft Feinsilber praktisch kaum an, und ist sehr gut hautverträglich. Aufgrund seiner guten Duktilität (Formbarkeit) bei gleichzeitiger Formstabilität eignet sich Feinsilber besonders gut für die Schmuckherstellung.
Silber wird bereits seit mehreren tausend Jahren von Menschen verarbeitet und spielt schon in frühen Hochkulturen eine wichtige Rolle. Es ist das am häufigsten verwendete Edelmetall. Neben seiner Rolle als Schmuckmetall nutzen wir es sowohl als Zahlungsmittel, Wertanlage, für Zier- und Gebrauchsgegenständen (Teller, Besteck, Gefäße) als auch in der Industrie z. B. als elektrischer Leiter. Silber gilt als Symbol für Reinheit, Wert und Beständigkeit. Wird Gold aufgrund seiner Farbe der Sonne zugeordnet wird, so steht Silber für unseren ständigen Begleiter den Mond. Reines Silber hat durch seine Schlichtheit eine zeitlos elegante Ausstrahlung. Es richtet den Fokus auf das Wesentliche und unterstreicht die Qualität echter Handwerkskunst.
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Kupfer:
Kupfer (Cu) fasziniert mit seinem warmen, ins Rötliche gehenden Farbton, der mit der Zeit eine natürliche Patina entwickeln kann. Das Metall ist robust, zugleich aber formbar, sodass sowohl feine Details als auch markante Strukturen umgesetzt werden können. Kupfer zwar kein Edelmetall im engeren Sinn, sondern gilt „nur“ Halbedelmetall, ist jedoch als Schmuckmetall stark unterbewertet. Wir kennen Kupfer normalerweise als preisgünstiges, häufig vorkommendes Industriemetall, das in der Elektronik unersetzlich ist. Gelingt es, seinen unvergleichlichen Glanz mit entsprechender Pflege zu bewahren, ist jedes Schmuckstück als Kupfer ein wahres Prachtstück.
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Bronze:
Bronze ist eine langlebige und sehr robuste Metalllegierung, die aus Kupfer (Cu) und Zinn (Sn) besteht. Die nach diesem Metall benannte Epoche der Bronzezeit (ab ca. 3500 v. Chr. in Vorderasien, später in Europa) revolutionierte das Leben der Menschen in vielerlei Hinsicht. Das Material ermöglichte härtere Waffen (Äxte, Schwerter, Schilde), effektivere Werkzeuge (Pflüge) sowie kunstvolle Objekte (Statuen, Gefäße). Dies führte zu spezialisierten Berufen (Bauern, Bergleute, Gießer, Händler) und damit zur Intensivierung der Landwirtschaft, des Bergbaus und des Handels. Im Zuge dessen kam es auch zur Bildung gesellschaftlicher Hierarchien und Verschiebung von Machtverhältnissen (Eroberungen).
Bei Mainsilberwerk verwende ich Bronze mit 6 % oder 8 % Zinn, um die ideale Balance aus Härte, Farbton und Bearbeitbarkeit zu erreichen. Sie verbindet goldbraune Wärme. Bronze-Schmuckstücke wirken stabil und zugleich edel. Mit geeigneter Pflege bleibt der sanfte, warme Schimmer erhalten. Lässt man es zu, bildet sich mit der Zeit die typische Bronze-Patine, die auch einen besonderen Reiz und einzigartigen Charakter hat.
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Messing:
Messing ist eine bewährte Metalllegierung aus Kupfer (Cu) und Zink (Zn). Der warme, gelbliche Farbton liegt optisch sehr nah an dem von Gold. Messing ist bereits seit der Antike bekannt. Die erste gezielte Herstellung von Messing lässt sich auf etwa 500 v. Chr. zurückführen. Insbesondere im Römischen Reich wurde Messing für Münzen, Schmuck, Gefäße und dekorative Elemente verwendet wurde.
Durch seine gute Verfügbarkeit, Haltbarkeit und Formbarkeit entwickelte sich Messing schnell zu einem wichtigen Material im Kunsthandwerk und blieb über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinweg von Bedeutung. Auch Musikinstrumente wie Saxophon, Trompete, Posaune werden aus Messing hergestellt. In der Schmuckherstellung ist Messing nützlich, weil es gut formbar ist und sich sowohl für filigrane Details als auch für ausdrucksstarke Statement-Schmuckstücke eignet.
Wegen seiner goldähnlichen Optik wird oftmals auf Messing zurückgegriffen, ohne den hohen Preis von Edelmetallen aufwenden zu müssen. Mit der Zeit kann sich eine natürliche Patina entwickeln, mit der jedes Schmuckstück seine eigene Geschichte erzählt.
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Gold:
Gold (Au) gilt zweifelsfrei und seit Menschengedenken als das bekannteste und begehrteste aller Edelmetalle. Es verströmt den warmen gelben Glanz der Sonne. Seine zeitlose Strahlkraft macht Schmuckstücke aus Gold unwiderstehlich und vermittelt unantastbare Wertigkeit. Das Metall ist vollkommen korrosionsbeständig und langlebig. Seit jeher hat Gold eine unwiderstehliche Anziehungskraft und eine geradezu mystische Bedeutung. Es ist verbunden mit Begriffen wie Reichtum, Erfolg, Reinheit, Göttlichkeit, Wertbeständigkeit, Ewigkeit, oder Unsterblichkeit. Schmuckstücke aus purem Gold – dazu noch von Hand geschmiedet – ziehen jeden Betrachter sofort in ihren Bann.
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Palladium:
Palladium (Pd) gehört zur Gruppe der Platinmetalle und wurde 1803 durch Zufall von William Hyde Wollaston entdeckt, während er mit Platin-Erz arbeitete. Er benannte es nach der griechischen Göttin Pallas, die Weisheit, Schutz und Stärke vekörpert. Palladium ist härter als Silber und hat einen etwas dunkleren, grauen Farbton. Es läuft praktisch nicht an und ist sehr korrosionsbeständig.
Nachdem es zunächst vorwiegend in der Industrie (z. B. in Katalysatoren) zum Einsatz kam, erfreut es sich nun zunehmender Beliebtheit im Schmuckbereich. Palladium strahlt Ruhe, Understatement und Eleganz aus und verleiht jedem Stück einen modernen, zurückhaltenden Charakter.
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